



Gebrselassie gewinnt Berlin-Marathon
Altmeister Haile Gebrselassie (Foto, © Victah Sailer) hat am 24. September den 33. Berlin-Marathon mit der Jahresweltbestzeit von 2:05:56 Stunden überlegen gewonnen. Den angestrebten Weltrekord verfehlte der Äthiopier allerdings um 61 Sekunden.
Das mit Spannung erwartete Duell zwischen Haile Gebrselassie und Sammy Korir, dem zweitschnellsten Marathonläufer der Geschichte, war schon nach 18 Kilometern vorbei. Bei einer Tempoverschärfung verlor Korir, der bislang mit 2:06:38 Stunden als Sieger des Rotterdam-Marathons die Jahresweltbestzeit hielt, den Anschluss zur Spitze und musste später wegen einer Muskelzerrung sogar aufgeben.
1:02:46 lautete die Durchgangszeit für Haile beim Halbmarathon. Alles lief nach Plan. Als nach 30 Kilometern der letzte Tempomacher aus dem Rennen ging, begann für den kleinen Äthiopier allerdings der harte Kampf allein gegen die Uhr. Bis Kilometer 36 lag der zweifache Olympiasieger noch auf Weltrekordkurs. Dann musste er dem hohen Tempo und dem Wind Tribut zollen: "Der Wind, der immer wieder von verschiedenen Richtungen gekommen ist, hat mich doch sehr beeinträchtigt. Aber wenn ich plane, den Weltrekord noch einmal anzugreifen, dann hier in Berlin.“
Zweiter wurde Gebrselassies Trainingspartner Gudisa Shentema in 2:10:43 mit fast fünf Minuten Rückstand. Mit weiterem Respektabstand folgte als Dritter der Japaner Kurao Umeki in 2:13:43.
Gete Wami, die Crossweltmeisterin und dreifache Medaillengewinnerin bei Olympia, war die strahlende Siegerin bei den Frauen. Die 31-jährige Äthiopierin siegte mit neuem Landesrekord von 2:21:34 Stunden vor Salina Kosgei (KEN, 2:23:22). Dritte wurde die Polin Monica Drybulska mit 2:30:12 Stunden.
Das mit großer Spannung erwartete Comeback der Deutschen Sonja Oberem nach ihrer Baby-Pause war leider bereits nach 17 Kilometern beendet. Die zweifache VCM-Dritte (2000, 2004) musste wegen muskulärer Probleme im Oberschenkel aufgeben.
Unter den 31.472 Teilnehmern in Berlin waren wie jedes Jahr auch viele Läufer und Läuferinnen aus Österreich. Unter den 735 rot-weiß-roten Finishern waren Manfred Heit in 2:27:43 bei den Männern und Nadja Göschl in 3:03:48 bei den Frauen die besten.



