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Race across America 2009: Sensationeller dritter Platz für das Hobbyteam vom Austria Triathlon

Race across America 2009: Sensationeller dritter Platz für das Hobbyteam vom Austria Triathlon

Das Austria Triathlon Team – rund um Austria Triathlon-Veranstalter Andreas Sachs mit Günter Kugler, Gerald Moser und Karl-Heinz Sonner erreichte beim härtesten Radrennen der Welt einen sensationellen dritten Platz in der 4er-Team-Wertung.

5.000 km durch 14 Bundesstaaten
Start war am Samstag, 20. Juni 2009, um 14 Uhr Ortszeit in Oceanside, Kalifornien. Der Zieleinlauf war am 27. Juni morgens in Anapolis, Maryland. 5.000 km und 32.000 Höhenmeter wurden dabei bewältigt. 53 Timestations mussten passiert werden. Die Uhr bleibt nie stehen – je 2 Radfahrer wechselten sich im 3-6 Stunden Rhythmus 24 Stunden am Tag ab. Sie kämpfen gegen Erschöpfung und Müdigkeit, gegen Hitze bis zu 40 Grad und gegen Hagelsturm.
In 6 Tagen 15 Stunden und 7 Minuten wurde von den Österreichern der Weg von der Ost- zur Westküste der USA bewältigt. Das Team entpuppte sich mannschaftlich geschlossen und stark und konnte gegen wesentlich jüngere Gegner mithalten. Selbst logistische Nachteile (weniger Autos zum Wechseln in der Nacht, was sich auf drei Stunden summiert) wurden durch Planung und mentale Stärke ausgeglichen.

Stark am Berg
Andreas Sachs über den Rennverlauf: „Der Kampf ums Stockerl war spannend. Bei der ersten Timestation waren wir Dritte. Da lagen bereits 2.000 Höhenmeter hinter uns. Berge waren unsere Stärke, da waren wir die Schnellsten, obwohl wir doch mehr Gewicht als unsere Gegner mitschleppten. Auf den langen Geraden wurden wir immer von den Kaliforniern mit ihren Zeitfahrmaschinen abgehängt, und so fielen wir vor den Rockys wieder zurück. Mehrmals wechselte in den ersten Tagen die Position, am Berg und in der Nacht waren wir schneller, am Tag die Kollegen.

Die weiten Felder von Kansas mit viel Seitenwind brachten uns 1 ½ Stunden Rückstand, die wir sukzessive bis zur vorletzten Nacht verkürzten. Die entscheidende Attacke gelang uns 24 Stunden vor Ende als wir die Gegner überholten, einen langen Berg im großen Gang durchdrückten und anschließend einem Hagelsturm trotzten. Innerhalb 50 Meilen nahmen wir den Kaliforniern 20 Minuten ab. Die wurde in der Nacht sogar auf eine Stunde ausgebaut. Irgendwie schafften es die Burchen aber 12 Stunden vor Ende nochmals auf sechs Minuten ranzukommen. Wir konterten, verkürzten den Wechselrhythmus auf drei Stunden in der Nacht und konnten mit 1:20 Stunden Vorsprung noch relativ relaxt die letzten Meilen genießen.“
Beim RAAM geht es um mehr als nur ums Radeln. Energie- und Erholungsmanagement, Navigation, Wechselstrategie, schnelle Kommunikation, Flexibilität –Eigenschaften die Minuten, ja Stunden bringen oder kosten können.

Mehr Berichte im blog austriatriteam.wordpress.com

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