



Rekordjagd am Wolfgangsee
Bei der 39. Auflage des Laufs "Rund um den Wolfgangsee" haben sich die Spitzeathleten viel vor genommen. Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen sollen die seit vielen Jahren bestehenden Streckenrekorde fallen. Ein Rekordmann der ganz besonderen Art steht schon im Vorfeld fest: Der 85-jährige Matthias Strobl (im Bild mit Vorjahressieger Hosea Tuei, Foto: Hörmandinger) geht am 17. Oktober zum 35. Mal an den Start.
Seit bereits sieben Jahren hält Barnabas Kiprotich Kenduiywo mit 1:26:51 Stunden den Streckenrekord beim Int. Lauf „Rund um den Wolfgangsee“. Der damals 29-jährige Kenianer erzielte diese Marke bei perfekten äußeren Bedingungen am 19. Oktober 2003. Heuer schickt sich sein 23-jähriger Landsmann Hosea Tuei an, es ihm gleichzutun. Nach zwei Wolfgangsee-Siegen in den Jahren 2008 und 2009 (pB 1:29:14) möchte Tuei neben dem Triple-Sieg auch den Streckenrekord angreifen.
20 Jahre Rekordhalterin
Noch deutlich älter als der Männer- ist am Wolfgangsee der Frauenrekord. Vor genau 20 Jahren lieferten sich die damals 24-jährige Ungarin Helena Barocsi und die 21-jährige Brasilianerin Márcia Narloch ein denkwürdiges Kop-an-Kopf-Duell: Barocsi siegte am 21. Oktober 1990 in 1:40:38 Stunden mit einem Vorsprung von gerade Mal acht Sekunden auf Narloch, die auf eine Marathon-Bestzeit von 2:29:59 Stunden verweisen kann.
Anders als bei den Männern sieht es auch diesmal nicht nach einem möglichen neuen Rekord aus – zu stark waren Barocsi und Narloch bei ihrem grandiosen 1990er-Rennen. Trotzdem: Mit der Vorjahressiegerin Tatiana Vilisova/RUS (1:50:24) und einigen kenianischen Athletinnen wird das Rennen auch diesmal spannend.
85-jähriger Rekordmann
Ein Rekordmann der "besonderen Art" ist der mittlerweile 85-jährige Matthias Strobl. Er gab sein Wolfgangseelauf-Debüt schon am 13. 10. 1974 – also vor 36 Jahren. Der damals 49-jährige belegte im "Riesenfeld" von 64 Startern in 2:08:56,5 Rang 45. Es kam damals sogar zu einem "Duell" mit Organisator Franz Zimmermann. Am Ende platzierte sich Zimmermann in 2:07:36,2 Stunden (Rang 44) direkt vor Matthias Strobl (2:08:56,5 Stunden). 30 Mal lief Matthias Strobl die 27-km-Strecke, viermal die 10 km (im letzten Jahr in 1:16:18 Stunden). Für ihn ist es deshalb heuer der bereits 35. Start! Keiner war öfter am Start als der ehemalige Briefträger aus Innerschwand am Mondsee. Strobl: "I bin heuer wieder dabei – der Wolfgangseelauf is jo mei Lieblingslauf." Rund 1.000 Pokale hat der am 29. Juli 1925 geborene Lauf-Evergreen zuhause – die meisten davon aus Platzgründen gut verstaut.
Perfekte Einsteigerdistanzen
Weil die 27 km trotzdem für nicht wenige eine Nummer zu groß sind, bietet das Organisationsteam rund um Franz Zimmermann mit dem 10- und dem 5,2-km-Bewerb auch zwei deutlich kürzere Distanzen an. Sie geben Hobbyläufern die Gelegenheit, das besondere Flair des Wolfgangseelaufes zu erleben – ohne sich dabei "kalte Füße" zu holen. Es sind nicht wenige, die über die "Einstiegsdroge" 5,2 oder 10 km auf den "Geschmack" gekommen sind und in späteren Jahren zu Finishern auf der klassischen 27-km-Distanz wurden.
Günstig anmelden
Noch bis 14. Oktober (per Mail) bzw. 15. Oktober 2010 (Posteinlauf) gibt’s den deutlich ermäßigten Voranmeldetarif beim Wolfgangseelauf 2010. Schon um € 11,– ist man beim 5,2‐km‐Panoramalauf live dabei. € 18,– beträgt das Startgeld für den 10‐km‐Uferlauf und € 26,– für den 27‐km‐Klassiker. Wer sich erst am 16. oder 17. Oktober vor Ort anmeldet, ist mit € 15,– / € 24,– / € 32,– dabei.
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